Heyen | Lippross | Kiefer

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  • 16.07.13: Baugenehmigung für das Franziskus-Mutterhauses ist erteilt

    Gleichheit als Grundgedanke

    Die Zeiten, in denen jede Schwester der Franziskusschwestern der Familienpflege in Essen in ihrem Zimmer wenig Platz im Wohnraum zur Verfügung stehen hat, sollen endlich der Vergangenheit angehören. Der Neubau des Mutterhauses wurde vom Münsteraner Ingenieurbüro Heyen, Lippross, Kiefer als zeitgemäßes Gebäude mit klösterlichem Grundgedanken geplant. Jetzt ist die Baugenehmigung erteilt, noch diese Woche werden die Beauftragungen vergeben.

    Ein Ort, um nach der aufreibenden Arbeit in der Familienpflege wieder Kraft zu tanken, sich zu besinnen und mit anderen Schwestern in der Gemeinschaft zu leben, das wünschten sich die Franziskusschwestern der Familienpflege für ihr Mutterhaus in Essen. Leider sieht die Realität bisher anders aus: Das bestehende Mutterhaus ist für die derzeitige Anzahl der Schwestern zu groß, die Quadratmeteranzahl der einzelnen Zimmer jedoch zu klein. Die sanitäre Ausstattung entspricht nicht mehr heutigen Standards. Die marode Bausubstanz sowie undichte Stellen im Keller ließen keine kostengünstige Sanierung zu.

    Die Lösung all dieser Probleme verspricht ein Neubau, der zeitgemäßem Komfort bei bescheidenem Auftritt bieten soll. Denn gerade die Bescheidenheit ist für die Schwestern, die laut ihrem Grundsatz „unterschiedslos und unentgeltlich“ Familien in Not helfen sollen, eine der wichtigsten Tugenden. Mithilfe des Architekturbüros Heyen, Lippross, Kiefer  aus Münster gelang es, die Vorstellungen und Ansprüche der Schwestern zu verwirklichen. Der Neubau interpretiert die Vorgaben der Sachlichkeit, Schlichtheit und Gleichheit auf moderne Weise. Im weitläufigen Klostergarten wurde nach langem Suchen eine geeignete Stelle für den Neubau gefunden. Zwischen bestehender Kapelle und Friedhof wird das neue Mutterhaus entstehen und somit kurze Wege und neue Sichtbezüge bieten. Ein sechseckiges Glasdach, das die sechs Flügel des seraphinischen Engels verdeutlichen soll, sorgt für Helligkeit und eine gefühlte Weite innerhalb des Gebäudes.

    Schlicht, schön, funktional, umweltgerecht – das neue Mutterhaus vereint neben den Zimmern für die Schwestern ein neues Refugium für Exerzitien, eine Kapelle, ein Refektorium, zwei große Wohnzimmer, eine Bibliothek sowie einen Pflegebereich. Neben einem Gründach, einem Regenrückhaltebecken und Photovoltaikelementen sorgen hochdämmende Baustoffe sowie eine Erdwärmepumpe für eine funktionierende Wärmeversorgung.